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Neue Wege – neue Seminare – Teil I

22 Nov

Sophie

Irgendwann war die Idee da. Mir war in den anderen Seminaren bereits aufgefallen, dass die Bereiche AD(H)S und Autismus bei den Lehrkräften und Erziehern auf sehr großes Interesse stießen. Es gab viele Fragen, teils mussten wir Diskussionen abbrechen. Und so kam der Gedanke eines komplett neuen Seminars. In meinen Augen hatte die Kombination Autismus und AD(H)S auch deswegen Sinn, weil beide Störungen häufiger verwechselt werden und laut Medizinern auch schon mal komorbid auftreten können. Von daher erscheint es mir sinnvoll, wenn wir uns nur diesen beiden Bildern in einem großen Seminar annähern und die entstehdenen Diskussionen nicht nach einer Stunde abbrechen müssen.

Platon

Die ersten Erfahrungen im Seminar waren positiv. Sophie ist als Referenten seht überzeugend, sie kommt gut an bei den Teilnehmern. Und ihr scheint es sogar recht leicht zu fallen und Spaß zu machen. Das sind die besten Voraussetzungen für den Start in das Seminargeschäft als Dozentin. Im übrigen ist mir bisher auch aufgefallen, dass bei Sophie die Teilnehmer wesentlich ruhiger sind, es also weniger Quatschereien zwischendurch gibt. Und sie gezielter und teilweise informativer auf manche Fragen antworten kann als ich.

Wir planen also ein neues Seminar. Dabei überlasse ich ihr freie Hand. Sie kann aus den bestehenden Unterlagen Folien und Beispiele entnehmen und neue hinzufügen. Wir wollen uns jetzt auf die beiden Themen Autismus und AD(H)S fokussieren, im Gegensatz zu dem bisherigen Seminar, das einen allgemeinen Überblick über psychische Auffälligkeiten von Kindern und Jugendlichen gibt.

Sophie

Die Seminar-Gestaltung liegt in meiner Hand. Der Philosoph kümmert sich um Termine, Seminarräume, Verpflegung, das Equipment. Ich nutze die vorhandenen Folien als Grundlage, ergänze aber mit zahlreichem neuen Material. Die Herausforderung ist, beide Themen an ein Publikum zu bringen, das im günstigsten Fall Pseudo-Wissen aus den Medien hat, im ungünstigsten Fall aber nicht mal weiß, wofür Buchstaben wie ADHS stehen. Über 30 Seiten Handout kommen nachher zusammen, ein dem Thema angemessener Umfang, wie ich finde. Und der erste Seminartermin steht fest.

Platon

Kaum beschlossen legt sie schon los. Sie stellt gelegentlich einige Fragen, macht die Konzeption aber letztlich alleine. Ich vertraue ihr, daher plane ich derweil schon die Vermarktung und die Termine, ohne das Konzept in der Rohfassung gesehen zu haben. Sophie wird es mir rechtzeitig zeigen, da bin ich sicher. Und das Seminar wird gut werden, auch da bin ich mir sicher. Gespannt bin ich auf die Art und Weise unserer Co-Moderation während des neuen Seminars. Und wie es bei den Teilnehmern ankommt. Und ob es überhaupt ausreichend gebucht wird.

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Ein Kommentar

Verfasst von - 22. November 2014 in Neue Wege

 

Eine Antwort zu “Neue Wege – neue Seminare – Teil I

  1. Ismael Kluever

    22. November 2014 at 10:50

    Hallo zusammen,

    woher bezieht ihr euer Material? Fachliteratur, nehme ich mal an. Aber auch Fallbeispiele aus der therapeutischen Praxis (siehe Filmtag)? In wie weit, liebe Sophie, bringst du persönliche Erfahrungen ein?

    Ein dreißigseitiges Handout fordert ordentlich Nacharbeit durch die Seminarteilnehmer. Für jemanden, der an so einer Fortbildung teilnimmt, sicher angemessen und zumutbar. Es bringt mich aber auf ein anderes, patrallel gelagertes Thema:

    Ich bin seit kurzem im Austausch mit Müttern autistischer Kinder. Die Lehrer dieser Kinder nehmen zwar „zur Kenntnis“, dass unter den Schülern Autisten sind, wissen aber nicht damit umzugehen. Nur wenige werden durch Seminare, wie ihr sie anbietet, erreicht. Und auch ein dickes Handout würde wohl nur die Reaktion „schon wieder so viel Papier, – ich hab doch schon genug zu lesen!“ auslösen und, wenn es hoch kommt, ungelesen irgendwo abgeheftet werden.

    Was mir vorschwebt, wäre eine Kurzinformation mit einigen Basisinformationen, Empfehlungen für den Schulalltag und Verhaltensregeln. Nicht umfangreicher als drei Seiten, also auch einem gestressten Lehrer zumutbar. Ein solches Papier könnte Grundlage für ein Eltern-Lehrer Gespräch sein, in dem die Besonderheiten und Bedürfnisse des jeweiligen Schülers dann individuell abgekärt werden.

    Könnt ihr euch vorstellen, so eine Basisinformation zu erstellen und im Web zum Download zur Verfügung zu stellen? Oder gibt es das schon irgendwo?

    Herzlich, Ismael

     

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