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Eine Standortbestimmung – Teil I

24 Sep

Fast ein Jahr ist nun hier vergangen. Ein Jahr, in dem viel passiert ist. Da viele Leser zwischenzeitlich „quer“ eingestiegen sind, möchten wir hier einmal die Möglichkeit nutzen, einen kurzen Rück-, vor allem aber einen kleinen Ausblick zu geben.Damit keine Gerüchte entstehen: Wir hören hier nicht auf. Wir möchten lediglich einmal schauen, was eigentlich alles im vergangenen Blogjahr passiert ist. Und euch, zugegebenermaßen, auch ein wenig neugierig machen darauf, wie es weitergeht.

Sophie und Platon haben sich als Menschen kennengelernt, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Ging es anfangs noch darum, eine Begriffsdefinition für das Abstraktum „Autismus“ zu finden und die eigenen Wahrnehmungen von Welt und Wirklichkeit festzustellen, so lösten sich die Bereiche zunehmend auf und entwickelten eine besondere Dynamik, in deren Vordergrund kein Syndrom oder Entwicklungsstörung stand. Vielmehr ging es darum, die – durchaus spezifischen – Alltagsprobleme zu erkennen, zu verstehen und Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Weiter gedacht ging es aber auch darum, mit dem echten, aufrichtigen und wertschätzenden Interesse an der Lebenswirklichkeit des jeweils anderen eine Basis zu schaffen, aufgrund derer nicht in Gedanken von Defiziten und „Nicht-Können“ gedacht wird.

Für Sophie stand anfangs vor allem der berufliche Bereich stark im Vordergrund, hier versuchte sie, sich an einem scheinbar vorgegebenen Platz zu behaupten und erlebte ein schnelles und hartes Scheitern. Vom Eingeständnis, nicht den richtigen beruflichen Ort gefunden zu haben bis hin zum notwendigen Schritt der Kündigung vergingen mehrere Monate, in denen Sophie immer wieder an scheinbar banalen Alltagsgegebenheiten zu scheitern schien. Der Kontakt zu Platon – anfangs vor allem im schriftlichen, später auch verstärkt im direkten Dialog – gaben ihr die Möglichkeit, die Geschehnisse zu reflektieren. Gleichzeitig gab ihr Platon Hilfestellungen gerade in den sozialen Belangen, oftmals auch einfach dadurch, dass er verfahrene Situationen im Rückblick erläuterte und so erklär- und verstehbar machen konnte.

Zunehmend reduzierten sich die Nachrichten, denn dem Philosophen war es gelungen, eine Situation zu schaffen, in der Sophie „sanktionsfrei“ auch „soziale Fettnäpfchen“ erwischen durfte. Das führte dazu, dass beide bereit waren, ihre eigene Wahrnehmungssituation dem jeweils anderen näher zu bringen und daraus zu lernen. Und das – so eine reine Vermutung – weit über den Rahmen hinaus, der in einer klassischen Verhaltenstherapie möglich gewesen wäre.

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Verfasst von - 24. September 2014 in Alltägliches

 

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