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21.Nachricht von Platon an Sophie

27 Aug

Platon:

„Hallo Sophie,

ich sehe für Ihre aktuelle Situation drei Möglichkeiten:

1. Sie versuchen, die störenden und belastenden Faktoren rund um deine Arbeit so zu verändern und anzupassen, dass es halbwegs „richtig“ für Sie ist und zumindest grundsätzlich funktioniert.

2. Falls der erste Punkt nicht gelingt oder möglich ist, versuchen Sie so weit es geht, die störenden und belastenden Faktoren neu zu bewerten bzw. ihnen aus dem Weg zu gehen.

3. Falls der erste und zweite Punkt nicht möglich sind, kündigen Sie.

An Punkt eins haben wir hinreichend gearbeitet, eine Aufklärung des Umfelds kam bisher für Sie nicht in Frage. Auch Punkt zwei haben wir versucht umzusetzen. Das Ergebnis haben Sie in Ihrer Email treffend zusammengefasst. Vergessen haben Sie noch den einen Tag, an dem Sie während einer Besprechung zusammenbrachen und der Notarzt gerufen wurde.

Ich bin mir durchaus bewusst, dass die Kündigung einer vermeintlich sicheren Anstellung ein vermeintliches Risiko sein kann und Ihnen sehr schwer fallen dürfte. Ihnen kann auch niemand sagen, was nun genau richtig und falsch ist. Die Entscheidung treffen Sie. Und ich werde Ihnen – sofern Sie das wünschen – bei jeder Entscheidung beratend zur Seite stehen.

Mir sagte kürzlich eine ältere Frau, dass sie nichts von dem bereut, was sie in ihrem Leben gemacht hat. Wohl aber die Dinge, die sie nicht gemacht hat.

Sie haben gute Qualifikationen und Fähigkeiten. Ich denke nicht, dass Ihr aktueller Arbeitsplatz für Sie ein besonderer Glücksfall ist. Sie haben beste Chancen am Arbeitsmarkt. Und Sie hätten die Möglichkeit, Ihre neue Tätigkeit, die auch  durchaus im freiberuflichen Bereich möglich ist, Ihren ganz persönlichen Bedingungen anzupassen.

Darüber werden wir in den nächsten Sitzungen ausführlich sprechen.

Liebe Grüße

Platon“

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2 Kommentare

Verfasst von - 27. August 2014 in Briefe

 

2 Antworten zu “21.Nachricht von Platon an Sophie

  1. NT

    27. August 2014 at 18:13

    Das hört sich für mich sehr interessant und sehr logisch an… Wobei mich die Frage interessiert, warum eine Aufklärung des Umfeldes nicht in Frage kommt; dies scheint mir ein ganz wesentlicher Bestandteil der Schwierigkeiten zu sein.

     
  2. Ismael Kluever

    28. August 2014 at 7:12

    Hmm… – Was mich überrascht, ist dieser etwas amtlich-geschäftsmäßige Stil dieses Schreibens, lieber Platon.

     

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