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16. Nachricht von Platon an Sophie

20 Apr

Platon:

„Hallo Sophie,

ich habe noch einige Fragen:

1. Hatten oder haben Sie Konzentrationsprobleme?

2. Fällt es Ihnen schwer, Dinge zu Ende zu bringen, also Vorgänge zu beenden?

3. Wechseln Sie häufiger spontan von einer Tätigkeit zur anderen Tätigkeit?

4. Verspüren Sie häufiger innere Unruhe?

5. Neigen Sie zu Hyperaktivität?

6. Neigen Sie zur Tagträumerei, zum „Abschalten“? Haben Sie also bei Vorlesungen, damals in der Schulklasse oder jetzt in Besprechungen das Bedürfnis, an ganz andere Dinge zu denken, also gedanklich abzuschweifen?

7. Haben Sie in den letzten 14 Tagen etwas anderes als Nudeln und Spinat gegessen?

8. Hat sich Ihre Schlafsituation etwas verbessert?

9. Was sind Ihre typischen Beschäftigungen zwischen Dienstschluss und Dienstbeginn? Also die Dinge, die Sie in Ihrer Freizeit machen. (nur die wichtigsten Beschäftigungen nennen)

Sie können auch bei einzelnen Fragen mit Ja bzw. Nein antworten …

Mit lieben Grüßen

Platon“

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3 Kommentare

Verfasst von - 20. April 2014 in Briefe

 

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3 Antworten zu “16. Nachricht von Platon an Sophie

  1. Amy

    20. April 2014 at 15:42

    Ist bei Nr. 6 „mir ist langweilig, ich will Kekse! Und was war überhaupt noch gleich die Frage…?“ die richtige Antwort? 😉

    Beim Thema „nur Nudeln und Spinat“ finde ich wirklich beeindruckend, wie ruhig Platon darauf reagiert. Ich erinnere mich gut dran, wie mein neuster Therapeut auf meine „nur Nudeln mit wechselnden Soßen, Brot mit wechselnden Belägen, Säfte, gelegentlich Kartoffeln, Quark, Joghurt, Pudding, Milch, Fleisch – aber immer genug Kalorien pro Tag“-Phase reagiert hat. Er war durchaus, trotz der größeren Auswahl, deutlich ungehaltener was das Thema abwechslungsreiche und gesunde Ernährung angeht…

     
    • dualesseinzwei

      20. April 2014 at 21:25

      Hallo Amy,

      abgesehen davon, dass ich selber nicht weiß, was hier die richtige oder falsche Antwort wäre, finde ich deine Antwort sehr gut. Ich würde nur die Kekse gegen einen Döner austauschen.

      Und zu den Spinatnudeln: Mir ist es ja völllig egal, was Sophie isst. Hauptsache, ihre Körperfunktionen werden mit Energie und Vitalstoffen versorgt. Ich bin – bezogen auf Ernährung – kein Anhänger von irgendetwas (also Veganer, Vegetarier, Gesundheitsfreak, Leistungsportler oder was auch immer). Ich sehe es nur rein praktisch: Wird dem Körper weniger Energie zugefügt, als er verbraucht, dann endet das alles schneller in der Sackgasse, als es das ohnehin tut. Und wenn der Körper zu einseitige Energie bekommt, dann ist der Weg in dieser Sackgasse auch noch sehr unangenehm.
      Ja, ich sehe das ruhig. Weil es Sophies Entscheidung ist. Und ich ihr nur ruhig helfen kann, und nicht in Unruhe. Ich bewerte ja nicht ihr Verhalten. Ich analysiere es. Und versuche ihr zu helfen. Und ich sage Sophie auch, das ich nicht – und auch sonst niemand – genau weiß, was richtig ist.

      Platon

       
      • Amy

        20. April 2014 at 23:30

        Hallo Platon!

        Ich mag deine Einstellung zum Essverhalten. Ein Beharren darauf, dieses oder jenes in den Speiseplan aufnehmen zu müssen halte ich insgesamt eh für eher kontraproduktiv – wenn die Nahrungsaufnahme ein Problemathema darstellt, wird wie bei allen anderen Problemen auch mit Druck keine Lösung herbei zu führen sein.
        Ich befürchte, mein neuester Therapeut hat allein schon aufgrund der Tatsache, dass er vom Grundsatz her Arzt ist, mit psychotherapeutischer Zusatzausbildung, eine etwas andere Perspektive auf die ungemein wichtige Frage nach „Obst, Gemüse?!“ in meinem Speiseplan 😉 Aber durch meine stoische Ignoranz gegenüber Themen die mir gerade nicht passen, sind wir eh längst bei anderen Problemen angelangt.

        Dass du auch nicht weißt was richtig ist, ist eine tolle Haltung für einen Therapeuten – der Kandidat, bei dem ich im Februar abgebrochen habe, hatte etwas die Gegenteilige Einstellung und das ganze hat (welch Überraschung! *Ironie*) nirgendwo hingeführt. Von deiner Einstellung können meiner Erfahrung nach aber durchaus viele Therapeuten noch etwas lernen.

        LG,
        Amy

         

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