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5. Nachricht von Sophie an Platon – Teil III

23 Jan

Sophie:

“ […] 6. Ziemlich eindeutig eine Notwendigkeit. Ich mag bestimmte Lebensmittel mehr als andere, aber ich bin nicht so „verrückt“ danach wie andere es scheinen.

7. Ja, ich kenne Smileys. Und nein, ich verwende sie selten. Ich habe es mal mit der Verwendung von Smileys versucht, diese aber eher nach „Gefällt mir“­Kriterien ausgewählt. Das hat dann in der schriftlichen Kommunikation zu Irritiationen geführt, weil der Smiley eine Bedeutung hatte, die mir nicht ersichtlich war und ich ihn demnach falsch verwendet habe.

Daher bin ich dazu übergegangen, die meiste Zeit gar keine mehr zu verwenden.

8. Ich weiß nicht, wie man Müdigkeit beschreiben kann. Ich merke dann, dass ich leicht irritierbar bin, mich wahnsinnig viele Dinge in meinem Umfeld stören und auch schneller als sonst überfordern. Außerdem reagiere ich dann sehr empfindlich darauf, wenn Planungen nicht funktionieren. Es ist ambivalent ­ einerseits halte ich dann extrem an meinen Plänen fest, weil mich ein Abweichen ganz aus dem Konzept bringt, gleichzeitig habe ich aber eigentlich gerade nicht das Bedürfnis, das zu tun, was ich mache. Dinge außer der Reihe kann ich dann nicht machen.

9. Was meinen Sie damit? Ich habe keine „Techniken“, wüsste aber auch nicht, was Sie konkret damit meinen könnten.

10. Wenn Sie die Frage gelöscht haben, warum schreiben Sie dann auf, dass Sie sie gelöscht haben?

Liebe Grüße

Sophie“

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3 Kommentare

Verfasst von - 23. Januar 2014 in Alltägliches, Briefe

 

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3 Antworten zu “5. Nachricht von Sophie an Platon – Teil III

  1. Kakerlake

    24. Januar 2014 at 16:05

    Hallo Sophie, warum tun Menschen so etwas ? Z.B. etwas zu erzählen/schreiben, was sie dann doch nicht ausgeführt haben ? Ziemlich rätselhaft…und ich habe dazu ein Beispiel aus meinem Leben. Es gab mal eine Frau die mir sehr emotional auf den Anrufbeantworter sprach, dass sie sehr sauer auf mich sei.
    Als ich den Anruf abhörte, dachte ich nur: „Und warum ruft sie dann an ?“ Erst viele Jahre später erklärte mir jemand, dass diese Frau erwartet hatte, ich würde sie nun anrufen und mit ihr reden. Aber ganz ehrlich, warum sollte ich mit ihr reden ? Sie ist doch sauer auf mich !
    In ihrer Botschaft war also ein Subtext versteckt, den ich nicht entschlüsseln konnte. Heute, viele Jahre später frage ich mich bei für mich unverständlichen (Re-)Aktionen der Leute immer: „Und wie lautet nun der Subtext ?“ Leider gibt es für das Verhalten der Menschen keine „Schablone“, die ich einfach so über eine Situation legen könnte. Alles hängt von so vielen unterschiedlichen Faktoren ab…und da können selbst Neurotypische nicht immer eindeutig sagen, was nun die angemessene Reaktion wäre. Trotzdem ist es überaus hilfreich einen neurotypischen Menschen als „Übersetzer“ an seiner Seite zu haben. Und dazu kann ich Dir nur Mut machen…es ist interessant, auch schwierig…und an vielen Stellen einfach zum „kaputt“ lachen!!
    Viele Grüße, Kakerlake

     
  2. dualessein

    24. Januar 2014 at 17:28

    Hallo,

    Wenn ich deinen Beitrag lese, fällt mir noch eine andere Besonderheit ein: Offenbar ist es nicht angemessen, Leute direkt zu fragen, was sie denn nun als angemessene Reaktion erwarten. Diese „Subtexte“ funktionieren dann auch umgekehrt: Da wird etwas in einen meiner Sätze gedeutet, was ich nicht sagte – der Zuhörer aber meint, „zwischen den Zeilen“ verstanden zu haben. Ich stehe dann regelmäßig ziemlich ratlos vor eskalierenden Situationen und weiß überhaupt nicht, wo das Problem liegt. Die Frage: „Und was soll ich jetzt machen?“ – die ja genau so gemeint ist – wird dann schnell als „Provokation“ verstanden.

    Liebe Grüße

    Sophie

     
  3. Anita

    4. März 2014 at 14:01

    Zitat: „Da wird etwas in einen meiner Sätze gedeutet, was ich nicht sagte – der Zuhörer aber meint, “zwischen den Zeilen” verstanden zu haben. Ich stehe dann regelmäßig ziemlich ratlos vor eskalierenden Situationen und weiß überhaupt nicht, wo das Problem liegt. Die Frage: “Und was soll ich jetzt machen?” – die ja genau so gemeint ist – wird dann schnell als “Provokation” verstanden. “

    Ein Phänomen, dass Alltag ist.

     

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